Stressthemen: Symptome von Stress

Stressthemen: Symptome von Stress

Woran erkenne ich Stress?

Noch eine Woche bis zur Prüfung. Du starrst auf den Bücherberg auf deinem Schreibtisch. Den Stoff hast du noch längst nicht drauf! Aber so sehr du dich anstrengst: Du kannst dich kaum konzentrieren, du bist müde und nervös. Wenn du endlich im Bett liegst, kannst du trotzdem nicht einschlafen – oder du wachst lange vor dem Wecker auf und denkst panisch an die Klausur …

 

Es ist „nur“ eine Prüfung, du bist nicht in Lebensgefahr. Trotzdem schaltet dein Körper in den Krisenmodus. Er schüttet Botenstoffe und Stresshormone (z.B. Adrenalin, Noradrenalin) aus und mobilisiert alle Ressourcen.

  • dein Herzschlag, Blutdruck und Blutzuckerspiegel steigen,
  • dein Atem beschleunigt sich,
  • deine Muskeln spannen sich an,
  • deine inneren Organe – z.B. die Verdauung und Geschlechtsorgane – drosseln ihre Funktion.
  • Stattdessen fliesst mehr Blut in dein Gehirn und die Muskeln: Da wird jetzt viel Sauerstoff gebraucht.
  • Das Grosshirn (zuständig für komplexe Denkprozesse) überlässt dem Stammhirn die Regie. Dieser „instinktgesteuerte“ Teil deines Gehirns arbeitet nicht so präzise, ist aber deutlich schneller.

Ist die Stresssituation überstanden – der Tiger ist weg, die Klausur geschrieben! – kehren alle Körperfunktionen in ihren Normalzustand zurück. Wenn du dich nach der Anspannung wieder entspannst, kannst du Hochdruckphasen ab und zu problemlos verkraften.

Problem: Dauerstress

Zum Problem wird Stress, wenn er über einen längeren Zeitraum anhält und du dich zwischendurch nicht mehr erholst. Zwar steuert der Körper irgendwann gegen die Stressreaktion an und lässt z.B. die Verdauung wieder anlaufen. Auch dein Grosshirn wird das Denken wieder aufnehmen.

Aber dein Organismus arbeitet dabei gegen die noch laufende Stressreaktion – wie ein Auto, das bei angezogener Handbremse Gas gibt. Chronischer Stress laugt dich aus.

Wenn du jetzt nichts unternimmst, gehst du ein grosses Risiko für deine Gesundheit ein.