Die Funktion von B-Vitamine

  • Vitamin B1 ist an der Umwandlung von Glykosiden in Energie beteiligt und notwendig für gesunde Muskeln – einschliesslich des Herzmuskels. Als für den Energiestoffwechsel wichtiges Vitamin hat es einen entscheidenden Einfluss auf das Nervensystem.
  • Vitamin B2 hilft dem Körper, Energie aus Nahrungsmitteln zu gewinnen. Es unterstützt auch den Energiestoffwechsel und die Eisenaufnahme. Ausserdem sorgt es dafür, dass genügend rote Blutkörperchen gebildet werden und kann daher auch Müdigkeit vorbeugen. Für ein gesundes Nervensystem ist es ebenfalls unverzichtbar.
  • Vitamin B3 ist unverzichtbar für das Nervensystem.
  • Vitamin B5 (Pantothensäure) ist wichtig für den Energiestoffwechsel. Es gewährleistet, dass die Zellen – vor allem die Gehirnzellen – ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Ausserdem wird es für die Bildung von Steroidhormonen benötigt. Diese sind an der Cholesterinbildung beteiligt sowie an der Bildung von Vitamin D und bestimmten Neurotransmittern und können Müdigkeitserscheinungen verringern.
  • Vitamin B6 ist an mehreren Aminosäuremetabolismen beteiligt – also wichtig für den Proteinstoffwechsel. Ausserdem unterstützt es die Bildung roter Blutkörperchen. Es fördert einen gesunden Energiestoffwechsel und die psychische Gesundheit, und es hilft gegen Müdigkeit.
  • Vitamin B8 (Biotin) ist vor allem am Fettsäurestoffwechsel beteiligt und aktiviert die anderen Vitamine des B-Komplexes.
  • Vitamin B9 fördert die Bildung roter Blutkörperchen und unterstützt ihre Sauerstoffaufnahme. Es wirkt gegen Müdigkeit.
  • Vitamin B12 unterstützt den gesunden Energiestoffwechsel und die Blutbildung. Es schützt die Nervenzellen und ist wichtig für ihre neurologische und neuropsychische Funktion. Es hilft gegen Müdigkeit.

B-Vitamine in der Ernährung

B-Vitamine haben eine wichtige Funktion bei der Bildung von Neurotransmittern. Diese Botenstoffe stellen die Kommunikation zwischen den Nervenzellen sicher und beugen geistiger Ermüdung vor. Daher empfiehlt sich die regelmässige Aufnahme von Vitaminen der B-Gruppe. Enthalten sind sie in Nahrungsmitteln wie Cerealien (Haferflocken), Vollkornbrot, Leber, Eigelb, Fisch und Geflügel.

 

Welche Folgen hat eine Unterversorgung mit B-Vitamine?

Da die biologisch aktiven Formen der B-Vitamine für den Kohlenhydrat-, Fett- und Eiweißstoffwechsel sowie die körpereigene Energiegewinnung wichtig sind, verursacht ein Mangel schwerwiegende Folgen. Diese betreffen das Nervensystem, die Haut, die Schleimhäute, das Herz-Kreislauf- sowie das Magen-Darm-System. Einige Mangelsymptome sind eher unspezifisch, zum Beispiel Hautveränderungen oder Mundwinkelrhagaden; andere Symptome sind spezifisch, beispielsweise die Anämie (Blutarmut) bei Vitamin-B12-Mangel.